um 1900  Hotel Wilke : Seit über hundert Jahren Die erste Schankerlaubnis wurde im Jahre 1858 vom Großherzog von Oldenburg erteilt. Sie bezog sich auf das Grundstück, welches sich gegenüber dem heutigen Hotel Wilke befindet (Salon Niehues). Dort wurde eine kleine Landwirtschaft mit Gaststätte und Bäckerei betrieben, ein sogenannter Brinksitter (daher stammt auch der heutige Name der Binkstraße). Brinksitter waren Betriebe, welche nicht allein von der Landwirtschaft leben konnten. 1866 brannte das Haus jedoch vollständig ab (vergleiche: Feuerwehr Lohne Geschichte), woraufhin schon 1867 am heutigen Standpunkt von Hotel Wilke ein neues Haus mit Gastwirtschaft, Fremdenzimmer und Bäckerei bezogen wurde. Hier wurde nun auch eine große Viehwaage betrieben und es konnten Pferde gewechselt werden. Dieses Angebot richtete sich an Handlungsreisende, die beispielsweise von Bremen, Solingen oder aus dem Sauerland her mit Pferd und Wagen angereist waren. Gegen ein geringes Entgelt konnten diese ihre Pferde vorrübergehend gegen andere Pferde eintauschen, um ihre eigenen Pferde zu schonen. Der Pferdestall bat Platz für 12 Pferde. Später wurde aus dem Pferdestall die Autogarage. Um 1900 wurde das Hotel erheblich vergrößert (aufgestockt), wodurch ein größerer Hotelbetrieb ermöglicht wurde. Dieser wurde unter dem Namen "Brinkerhof" betrieben. Hinzu kam außerdem eine Doppelkegelbahn. In dieser Form hielt sich der Betrieb bis zum Ende des 2. Weltkrieges.        Nach Abzug der britischen Besatzungstruppen 1948, welche das Hotel als Casino und Kommandantur benutzt hatten, musste es 1949 von Grund auf renoviert werden und wurde daraufhin unter dem Namen "Hotel Wilke" weitergeführt. Später wurde das Geschäft auf reinen Hotelbetrieb ohne Bäckerei reduziert    1988 wurde das über 100 Jahre alte Gebäude dann komplett abgerissen und es entstand ein Neubau, in welchem Hotel Wilke in seiner heutigen Form seit 1989 existiert und von Franz und Monika Wilke betrieben wird.